Ratgeber

OP-Bericht in der Tiermedizin diktieren: Ablauf und Beispieldiktat

7 Min. Lesezeit Aktualisiert am 05. August 2026

Nach dem Eingriff ist der OP-Bericht die letzte Hürde vor dem nächsten Patienten. Wer ihn direkt im Anschluss diktiert, statt ihn abends aus dem Gedächtnis zu tippen, dokumentiert vollständiger und spart Zeit. Dieser Ratgeber zeigt, welche Angaben in den Bericht gehören, wie ein gutes Diktat klingt und was die KI daraus macht.

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Pflichtangaben im tiermedizinischen OP-Bericht

Signalement: Art, Rasse, Geschlecht, Alter, Gewicht, Kennzeichnung (Chip- oder Ohrmarkennummer).

Indikation und präoperativer Befund inklusive relevanter Vorbefunde.

Narkose: Prämedikation, Einleitung, Erhaltung, Monitoring, Besonderheiten.

Operationsverlauf: Zugang, Befund intraoperativ, durchgeführte Maßnahmen, Nahtmaterial, Blutstillung.

Komplikationen – auch wenn keine aufgetreten sind, sollte das dokumentiert werden.

Aufwachphase, Analgesie, postoperative Anordnungen, Kontrolltermin und Nahtentfernung.

Datum, Uhrzeit, Operateur:in und beteiligtes Team.

Warum direkt nach dem Eingriff diktieren

Details wie die intraoperative Beurteilung eines Gewebes, ein kurzer Blutdruckabfall oder eine Abweichung vom geplanten Vorgehen verblassen schnell. Ein Diktat unmittelbar nach dem Eingriff hält sie fest, solange sie präsent sind.

Das ist nicht nur Komfort: Im Haftungsfall zählt, was dokumentiert wurde. Eine zeitnahe, vollständige Dokumentation ist der beste Schutz.

Beispiel: So klingt ein gutes OP-Diktat

„Hündin, Mischling, weiblich intakt, vier Jahre, achtzehn Kilo. Indikation: elektive Ovariohysterektomie. Prämedikation mit Medetomidin und Butorphanol, Einleitung mit Propofol, Erhaltung Isofluran in Sauerstoff, Monitoring mit Kapnografie und Pulsoxymetrie, Kreislauf durchgehend stabil.

Zugang über mediane Laparotomie kaudal des Nabels. Ovarien und Uterus unauffällig. Ligaturen der Ovarialgefäße und des Uterusstumpfes mit resorbierbarem Nahtmaterial Stärke null. Blutstillung vollständig kontrolliert. Bauchdecke in drei Schichten verschlossen, Haut intrakutan.

Keine Komplikationen. Aufwachphase ruhig, Extubation nach zwölf Minuten. Analgesie mit Meloxicam für vier Tage. Halskragen bis zur Wundkontrolle, Kontrolle in drei Tagen, Nahtkontrolle nach zehn Tagen.“

OP-Berichte diktieren statt tippen

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Was die KI daraus erstellt

Aus diesem gesprochenen Text erzeugt Scribamed einen gegliederten OP-Bericht mit Signalement, Indikation, Narkoseprotokoll, Operationsverlauf, Komplikationen und postoperativem Procedere – ausformuliert in tiermedizinischer Fachsprache und in der immer gleichen Reihenfolge.

Fehlt eine Pflichtangabe – etwa das Nahtmaterial –, wird das sichtbar gemacht statt ergänzt. So sehen Sie beim Prüfen sofort, wo Sie nachtragen müssen.

Tipps für saubere Diktate im OP-Umfeld

Diktieren Sie erst nach der Extubation, wenn die Umgebung ruhiger ist – oder nutzen Sie ein Headset, um Absauggeräusche zu reduzieren.

Halten Sie eine feste Reihenfolge ein. Ein gleichbleibender Ablauf macht das Diktat schneller und die Dokumente vergleichbar.

Nennen Sie Zeitangaben explizit (Beginn, Dauer, Extubation) – sie werden im Nachhinein am häufigsten vergessen.

Diktieren Sie auch das Negative: „keine Komplikationen“, „keine Blutung“, „kein Erguss“.

Häufige Fragen

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Fachberatung. Maßgeblich sind die Vorgaben Ihrer Tierärztekammer.

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