Ratgeber

ICD-10 Codierung im Arztbrief: Häufige Fehler und Tipps

5 Min. Lesezeit Aktualisiert am 09. Mai 2026

ICD-10-Codes sind nicht nur eine bürokratische Pflicht: Sie entscheiden über Vergütung, Statistik und Anschlussbehandlung. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie ICD-10 im Arztbrief sauber einsetzen – und welche Fehler regelmäßig zu Rückfragen oder Kürzungen führen.

Hauptdiagnose vs. Nebendiagnose

Hauptdiagnose ist die Diagnose, die nach Analyse des stationären Aufenthalts hauptsächlich für die Aufnahme verantwortlich war (DKR D002). Nicht: die schwerste, nicht: die behandlungsintensivste.

Nebendiagnosen sind solche, die parallel bestehen oder sich entwickeln und Behandlungsaufwand verursachen.

Endstellengenauigkeit

ICD-10 ist hierarchisch. „I10“ (essentielle Hypertonie) reicht oft nicht – Sie müssen bis zur 5. Stelle codieren, wenn der Katalog es vorsieht.

Beispiel: Diabetes mellitus Typ 2 ist nicht E11, sondern E11.20 (mit Nephropathie, nicht entgleist) oder E11.91 (ohne Komplikationen, entgleist) usw.

Häufige Fehler

• „Z“-Codes als Hauptdiagnose: meist falsch, da Symptom-Codes statt Krankheits-Codes.

• Verdachtsdiagnose als gesicherte Diagnose codiert.

• Fehlende Seitenangabe (z. B. Frakturen).

• Vergessene relevante Nebendiagnosen, die DRG-Erlös beeinflussen.

• Copy-paste alter Codes aus dem Vorbrief, ohne aktuelle Validität zu prüfen.

Codierung nebenbei mitdenken

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Wie KI helfen kann

Strukturierte KI-Assistenten lesen den Klartext des Arztbriefs und schlagen passende ICD-10-Codes vor – inklusive Plausibilitätscheck (z. B. fehlende Endstelle, widersprüchliche Codes). Die Verantwortung für die finale Codierung bleibt beim Arzt.

Wichtig: Solche Tools dürfen nicht über generisches ChatGPT laufen – siehe /ratgeber/chatgpt-fuer-arztbriefe-erlaubt.

Häufige Fragen

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